In Speyer geht’s um die Wurzt!

Herbeigesehnte Basteltage und hinweggewünschte Ballettaufführungen. Das sind meine Kindheitserinnerungen an diesen Ort.

Zuletzt war ich 1999 hier. Damals hielt mein ehemaliger Deutschlehrer Herr Herschel eine bewegende Rede, bevor er uns feierlich die Abiturzeugnisse überreichte. Noch heute sehe ich ihn auf der Bühne stehen und mit gewohnter Inbrunst über Wurzeln und Flügel referieren. Worte, die mein Leben nachhaltig verändern sollten, aber das wusste ich natürlich noch nicht, als ich gebannt seinen Ausführungen über den Teil mit den Flügeln lauschte. Nichts wollte ich sehnlicher, als diese endlich spreizen und ganz schnell raus aus der pfälzer Provinz. Das Leben findet schließlich woanders statt, dessen war ich mir sicher. Alles andere — besonders die Wurzeln — waren mir ehrlich gesagt ziemlich “Wurzt”.

Heute weiß ich: Das Leben ist jetzt und zwar da wo ich bin. Im konkreten Fall: mal wieder inmitten der pfälzer Provinz! Lustigerweise stehen auch 17 Jahre später wieder Wurzeln im Mittelpunkt des Geschehens, denn RohVoluzzer aus nah und fern tummeln sich in den heiligen Speyerer Stadthallen. Wie übrigens jedes Jahr seit 2008, als die RohVolution erstmals ihre Tore in der Domstadt öffnete.

Nicht zu fassen, da mausert sich mein kleines Provinz-Städtchen heimlich, still und leise zum Mecca der RohKost-Szene und ich kriege davon nichts mit, weil ich in der Weltgeschichte mit meinen Flügeln beschäftigt bin.

Zeit das zu ändern!

Ihr seht, es war es eine rundum gelungene Veranstaltung mit vielen inspirierenden Begegnungen und leckerem Essen!

Die RohVoluzzer ziehen weiter und zwar in die Hauptstadt — wie ich übrigens auch. Also In diesem Sinne: See you in Berlin!

Ich freue mich drauf!

Zu guter Letzt hier noch meine persönlichen Messe-Highlights:

  • Die RohKöstliche Kuchen-Spendenaktion des BistRoh zugunsten des Kinderhospiz Sterntaler
  • Entdeckung von Kastanienflocken: super zum Frühstück, v.a. in Kombination mit Trauben und Kokosmilch. Roh, basisch & lecker!
  • Meine Begegnung mit dem Türsteher: “Hey, sofort weg da. Das ist schließlich keine Hippie-Messe.” Ich hatte es gewagt, mich mit meinem — übrigens sehr leckeren — Quinoa-Salat seitlich auf die (leere) Eingangstreppe zu setzen, da drinnen alles voll war. Vielen Dank ruppiger Türsteher, dank deines “Platzverweises” lernte ich 2 Minuten später an anderer Stelle wunderbare Menschen kennen, mit denen ich mich für in 10 Jahren zum Ironman auf Hawaii verabredete 🙂

Und natürlich auch noch der Teaser zur nächsten Geschichte…

 
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#VeganVentures: Millet Madness

#VeganVentures: Rice Pudding

#VeganVentures: Zum Wohl die Pfalz!

#VeganVentures: Laber-Rhabarber

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"Laber-Rhabarber" oriental style 🙂 Plant-based made in 🇩🇪 with 🌱 Kokos-Öl | coconut oil 🌱 Hirse | millet 🌱 Zwiebel | onion 🌱 Rosinen | raisins 🌱 Rhabarber | rhubarb 🌱 Ingwer | ginger 🌱 Sonnenblumenöl | sunflower oil 🌱 Balsamico-Essig | balsamic vinegar 🌱 Salz & Pfeffer | salt & pepper Darauf | on top: 🌱 Falafel – made with Alnatura Mix 🌱 Ketchup – selbstgemacht | made from scratch 🍴GUTEN APPETIT | ENJOY! 🍴 #veganventures #deutschlandisstvegan #tinyskitchen #veganerezepte #veganessen #veganrecipes #recipe #rezept #glutenfree #glutenfrei #mahlzeit #guten #gutenhunger #schmecktundgesund #plantbased #crueltyfree #madeingermany #dinner #abendessen #veganundlecker #veganandyummy #easyrecipe #schnellerezepte #hirse #millet #falafel #fusioncuisine #fusionfood #foodgram #laberrhabarber

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#VeganVentures – One night in Bangkok

Tag 10 auf Kauai, Zeit für ein bisschen vegan venturing in der Nachbarschaft. Das neue Thai Restaurant Bangkok Happy Bowl im Poipu Shopping Village hatte schon am Vortag meine Aufmerksamkeit erregt, als ich im Vorbeigehen die

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#VeganeEcke

auf der Speisekarte entdeckte. Tolle Auswahl und somit der perfekte Auftakt für #VeganVentures Kauai! Um 18:45 werden #Romy, the non-vegan venturer, und ich freundlich begrüßt und zu diesem schönen

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#TischFür2 auf der lanai (Hawaiianisch für Terrasse)

geführt. Bereits die Getränkekarte macht uns ziemlich happy und die große Auswahl an veganen und nicht-veganen Gerichten erst recht! Aber, wer die Wahl hat, hat auch die Qual… zum Glück kommen uns aber

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Kirk und Paula,

die reizenden Restaurantbetreiber, schnell zur Hilfe.

Paula führt uns durch die Speisekarte und erzählt gleichzeitig von ihrer Heimat Thailand, wo es übrigens jeden Oktober einen offiziellen veganen Tag gibt. Seit über 20 Jahren kocht Paula bereits und legt dabei großen Wert auf die Kombination von Qualität, Gesundheitsbewusstsein und Kreativität. Das Ergebnis lässt sich sehen: Fusion Cuisine, die gekonnt lokale Vorlieben mit internationalen Einflüssen verbindet.

In jedem Wort schwingt Paulas Liebe zum Kochen mit. „Was sollte denn jeder Gast über euer Restaurant wissen?“, frage ich sie. “Alles auf der Karte wird frisch zubereitet und ist authentische Thai-Küche. Bei uns gibt es Gourmet-Essen, kein Fast Food. Das braucht Zeit und Liebe. Es ist mehr, als einfach nur Essen. Wir legen Wert auf ein familiäres Ambiente, wir teilen Essen und Kultur und somit auch die spirituelle Erfahrung.” Lächelnd fügt sie hinzu: “Ich muss gesund sein, denn ich liebe es zu arbeiten!”

Eine leidenschaftliche Köchin und wunderbare Person, ebenso wie ihr Ehemann Kirk. “Wir sind sehr aktiv im Restaurantbetrieb eingebunden und sprechen jeden Abend mit so vielen Gästen wie möglich“, erklärt er mir. „Uns interessiert die Meinung der Kunden und auch ihre Anregungen. Wir lieben Hawaii und möchten ein Teil der Gemeinschaft sein. Und wir möchten die Menschen glücklich sehen, deshalb bringen wir Glück auf die Teller!“

Mahalo Kirk und Paula, dass ihr euch die Zeit genommen habt, eure Leidenschaft und eure Vision mit uns zu teilen. Sie scheint ansteckend, denn Romy und ich sind bereits glücklich, bevor wir überhaupt angefangen haben zu essen 🙂

Nachdem wir uns endlich entschieden und bestellt haben, mache ich einen kleinen Rundgang, um die Restaurant-Atmosphäre einzufangen, höre

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#John

zu, der hier jeden Montag von 18 – 20:30h Musik macht und lache mit

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Sabrina Seriayh.

Eine wunderbare Frau und freundliche Empfangsdame, die mir erzählt, dass es sich gar nicht anfühlt, als würde sie hier arbeiten, sondern eher als verbringe sie Zeit mit Freunden und Familie. “Ich habe noch nie für so tolle Menschen gearbeitet, sie sind wunderbar und kümmern sich um uns alle. Ich liebe es hier zu sein!”, sagt sie. Mahalo Sabrina Seriayh!

Zurück zu Romy und unserem Tisch, gerade rechtzeitig, um die leckeren

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Thai Eiskaffees

zu probieren, die bereits auf uns warten. Normalerweise trinke ich meinen Kafffee schwarz, daher trifft mich die süße Überraschung etwas unvorbereitet. Ich hatte definitiv etwas anderes erwartet. Glücklicherweise kommt mir Paula wieder schnell zur Hilfe und erklärt mir lächelnd, dass ich kräftig umrühren muss, um die Süße zu „verwässern“. Haha, mahalo Paula, schmeckt auch gleich viel besser!

Dann dauerte es auch nicht mehr lange, bis Peter, der aufmerksame Barkeeper und Manager, auch schon die veganen

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Curry Puffs

serviert, die wir uns als Vorspeise teilten. Lecker! Mit jedem Biss schmeckt man die Frische der Zutaten und die Liebe bei der Zubereitung. Aber seht euch selbst die

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glücklichen Esser

an. 🙂

Zeit für einen kleinen Restaurant-Rundgang und eine Pinkelpause 🙂

Auf dem Rückweg kann ich Paula sogar davon überzeugen, dass sie toll aussieht und genau richtig für einen kleinen

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Schnappschuss mit Kirk

Ihr zwei seid bezaubernd!
Aber zurück zu unserem Tisch, an dem mal wieder einige Köstlichkeiten warten…

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Massaman Curry mit Hühnchen für Romy

und

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glutenfreies Jungle Jay (Thai für vegan) Curry für mich!

OMG – zum reinlegen! Eine Geschmacksexplosion auf so vielen Ebenen, die perfekte Kombination aus Geschmack und Zutaten, die unsere Erwartungen bei weitem übertrifft – ein Genuss für Körper, Geist und Seele!
Mittlerweile sind wir mehr als satt, aber da bisher alles so lecker war können wir dem Nachtisch nicht widerstehen und teilen uns daher wenigstens die
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Banane in Kokosmilch

 

Der perfekte Abschluss eines perfekten Abends!

 

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#HappyPlace

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#HappyPeople

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#HappyBowl

Zwei Daumen hoch für diesen tollen Ort und die bezaubernden Menschen, die zu diesem unvergesslichen Abend beigetragen haben. Mahalo Paula und Kirk, dass ihr die Insel mit euren Herzen und eurem Essen bereichert und uns mit offenen Armen empfangen habt.

Wir kommen bestimmt wieder und empfehlen euch gerne weiter!

Kauai-Besucher, falls ihr Lust auf einen schönen Abend mit köstlichem Essen habt, seid ihr bei Kirk und Paula genau richtig. Schaut doch mal vorbei und bestellt aloha von Anasha 🙂

Bangkok Happy Bowl
2360 Kiahuna Plantation Drive
Koloa, HI 96756
+1 (808) 742–9888
info@bangkokhappybowl.com

Inhaber:
Paula Rungsawang Coult and Kirk Coult

Happy Links 🙂
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Picknick Aloha Style

Vegan Ventures – Hawaii

The one pre-ordering a vegan meal, drinking tomato juice – im Handgepäck Reiswaffeln. Japp, das bin ich… Vom Poke* loving Omnivoren zur glutenfreien Veganerin innerhalb von ein paar Monaten. Wer hätte das gedacht? Am allerwenigsten wohl ich. Was ist passiert? Ganz einfach, I embarked on a journey that changed my life. Fast zwei Jahre hat es gedauert, nun ist es endlich soweit: I’m on my way back – back to where it all began.

Aloha Hawaii! The vegan (ad)venture begins – allerdings nicht mit Toast Hawaii, den sucht man  hier vergebens. Ganz im Gegensatz zu Bier – sorry to disappoint you Paul Kuhn. Pizza Hawaii kennt man tatsächlich auch auf der Insel, die hat jedoch mit unserer Variante oft nur die Ananas gemein.

Generell ist die traditionelle hawaiianische Küche nicht unbedingt vegan-friendly. Ab und an mogelt sich aber doch auch mal ein Tofu/Veggie Gericht dazwischen. Lucky me.

Gute vegane Anlaufstellen sind überall auf den Inseln die Health Food Stores (Bioläden) wie z.B. Papaya oder Island Naturals. An der Hot Bar oder im angeschlossenen Café gibt es vegan-friendly food und noch dazu oft nette Begegnungen. Wie eines Nachmittags im Beet Box Café in Haleiwa. »Our food is made to order and takes a while for preparation“ steht über der Theke. No kidding. Ich warte. Und warte. Und warte. Mir ist heiß. Ich habe Hunger. Und ich würde mich gerne setzen. Aber der Laden ist rappelvoll, keine Chance. Denke ich – bis ein sehr bunt gekleideter Herr meine Gedanken – oder meinen leidenden Gesichtsausdruck – liest. «Wanna sit down?» fragt er mich und rückt ein Stück zur Seite. I sure do, thank you! Always expect that something wonderful is about to happen. So komme ich nicht nur zu meiner wonderful «Healthy Plate of Food» sondern auch noch zu Steve, dem surfenden Künstler aus New York City.

Steve ist funny und really good company. «I can show you some great surf spots and take you back to your car if you want» bietet er mir nach dem Essen an. Echt jetzt? «Awesome, let’s go!» Ups, fahre ich jetzt echt mit einem fremden Kerl, den ich erst vor ein paar Minuten beim Lunch kennengelernt habe, weiß der Geier wohin… frage ich mich noch, während ich schon längst im Auto sitze; neben Steve und unter seinem Surfboard. Steve kennt die Insel – und ihre  Strände und surf spots – wie seine Westentasche.

Drei Stunden fahren wir von einem world’s most famous surf spot (and surfer) zum nächsten. Danke Steve that was amazing! »So you wanna meet famous George now?«, fragt er mich auf dem Rückweg. Hm, noch mehr famous stuff in one day… let’s see. Mit dem fremden Mann zu einem noch fremderen Mann nach Hause fahren… «Sure!» Wenn das meine Mama wüsste… Tut sie zum Glück nicht – bis jetzt zumindest. Fünf Minuten später stehe ich in besagtem Haus. «Famous George» begrüßt mich herzlich mit »I used to hate TV until I had my own TV show». Vor dem TV sitzend. Wer hätte gedacht, dass Steve das «famous» in «famous George» tatsächlich irgendwie ernst meint…

Back to Haleiwa for sunset – leider fällt genau der heute aus, es ist wolkig. Dem Tag ist das egal, er verabschiedet sich auch ohne Bilderbuch-Sonnenuntergang langsam aus dem Paradies – und ich mich von Steve. Danke «Health Food Stores» of Hawaii – für diesen und alle folgenden fun days, special moments und special people I met in and around you – es sollten noch einige werden!

Gesund essen kann auf Hawaii schon kostspielig sein – muss es aber nicht. Lebensmittel sind generell teuer, ob gesund oder nicht. Kein Wunder, alles was nicht auf den Inseln wächst wird importiert, das hat seinen Preis. Und der ist im Paradies ausgerechnet für  Äpfel extrem hoch… Dabei gibt es hier gar keine Schlangen – man geht wohl trotzdem lieber auf Nummer sicher 🙂

Wie so oft gibt es the best things in life aber auch hier for free. Tanzen unterm Vollmond von Kauai, Sunrise at Sunset beach – whale watching inklusive, das private Ukulele Konzert am Strand und und und … Um nichts in der Welt möchte ich sie missen, die spontanen Picknicks, die unbezahlbaren Erlebnisse und Begegnungen, die ich in keinem veganen Restaurant der Welt gehabt hätte.

Meine schönsten Erinnerungen der letzten Wochen gehören nicht teuren Restaurants, sondern wertvollen Momenten mit wertvollen Menschen. Gemeinsam haben wir gelacht, getanzt, gesungen und gegessen. Shared the love, shared the food and shared the aloha!

P.S. In der Juni-Ausgabe des Welt Vegan Magazins gibt es zwei Doppelseiten
Vegan Ventures Hawaii
von und mit mir.

*(Hawaiianische Spezialität aus rohem Fisch)